Nordindien

flaggeNachdem wir ganz spontan den Entschluss gefasst haben, einen Urlaub in Indien zu verbringen, ist erst einmal Materialsammlung und Schlaumachen angesagt.

Diverse Reiseführer werden gekauft und die Fernsehzeitungen nach Sendungen über diesen Teil der Erde durchsucht.

Uns wird dann aber sehr schnell klar, dass wir nicht das ganze Land kennen lernen können. Indien ist zehnmal so groß wie Deutschland. Demzufolge reichen vier Wochen Urlaub da nicht aus.

So hat sich der nachfolgende Reiseverlauf herauskristallisiert:

Über Frankfurt geht es nach Delhi, wo wir einige Tage zum Eingewöhnen verbringen werden. Von unserem Hotel aus - den Oberoi Maidens - erkunden wir die Stadt.
Mit dem Flugzeug nach Udaipur, beginnt dann die Fahrt mit Mietwagen und Fahrer durch Radjastan, dem Land der Königssöhne. Wir besuchen die Städte: Mount Abu, Jodpur, Jaisalmar, Bikaner, Mandawa und Jaipur.
Zum Relaxen (einfach mal keine Menschen sehen) und natürlich zum Tiger (mit der Kamera) jagen, fahren wir in den Ranthambore Nationalpark.
Uttar Pradesh: die Stadt Agra und das Taj Mahal sind unser nächstes Ziel.
Madhya Pradesh: Khajuraho mit einer eindrucksvollenTempelanlage schließt sich an.
Uttar Pradesh: Varanasi - Benares - Kashi - wie immer man die Stadt auch nennen mag, ist eines der heiligsten Orte Indiens. Direkt am Ganges gelegen, beten die Menschen bei Sonnenaufgang und reinigen sich mit dem heiligen Wasser des Flusses.


Für diese Reise haben wir vier Wochen geplant.
Unsere “Reisegruppe” besteht nur aus Hubert und mir. Da wir aber nicht alles alleine und vor Ort organisieren wollen, haben wir uns hinsichtlich der Tourplanung an HENKALAYA-Reisen. Michael Henkel hat viele nützliche Tipps für uns und natürlich auch die richtige Connection nach Indien. So finden wir immer ein offenes Ohr bei Ravi S Karla und seinem Team von  der Agentur TRAVEL INN.
Einige Wochen vor Reisebeginn haben wir dann die Visa beantragt, was problemlos durch das Indischen Generalkonsulat in Hamburg erledigt wird.
Der Hausarzt sieht den Impfpass durch; der Apotheker empfiehlt die Reisemedizin. Was soll da noch schief gehen?
Ach ja, Travellerschecks müssen auch noch besorgt werden.
Nun heißt es Kofferpacken! Zeitung und Brötchen abbestellen!
Unser Dackel läuft schon ganz aufgeregt durchs Haus. Merkt er, dass wir in leider nicht mitnehmen können? So geht auch er in Urlaub zu unseren Kindern.


30. September:
Es ging los.
Von Hannover aus über Frankfurt nach Indien.
Der Start war pünktlich, und wir sollen um 00.40 Uhr in Delhi landen .....



pfeilInformationen

Indien ist insgesamt 3.287.590 qkm groß und damit der siebtgrößte Staat der Erde.
Indien wird von 28 Bundesstaaten gebildet und außerdem von sieben bundesunmittelbaren Gebieten umfasst.
1.210.193.422 Einwohner (lt. Volkszählung 2011) und ist somit das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde.
Die einzelnen Landesteile sind aber unterschiedlich dicht bevölkert. Viele Menschen leben in den fruchtbaren Landstrichen wie der Stromebene des Ganges, Westbengalen und Kerala, während der Himalaya, die Berggegenden des Nordostens sowie trockenere Regionen in Rajasthan und auf dem Dekkan nur eine geringe Besiedlungsdichte aufweisen. So leben in Bihar durchschnittlich 1102 Menschen auf einem Quadratkilometer, während es in Arunachal Pradesh nur 17 sind.
In Indien werden weit über 100 verschiedene Sprachen gesprochen, die vier verschiedenen Sprachfamilien angehören. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch gibt es lt. der indischen Verfassung weitere anerkannte  21 Sprachen. Die meisten dieser Sprachen dienen in den Bundesstaaten, in denen sie von einer Bevölkerungsmehrheit gesprochen werden, auch als Amtssprachen. Englisch ist Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache. 
In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Eroberungen und das Christentum durch frühe Missionierungen im ersten Jahrhundert hinzu.
Die Religionen verteilen sich wie folgt: 80,5 % Hindus, 13,4 % Moslems (hauptsächlich Sunniten), 2,3 % Christen, 1,9 % Sikhs, 0,8 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,6 % andere: (zum Beispiel Adivasi, Bahai, Parsen) (Quelle: Census of India, 2001)
1 Indische Rupie = 100 Paise
1 Euro = 64 Rupien (Stand: September 2011)
West-Ost-Richtung vom 68. bis zum 97. östlichen Längengrad über rund 3.000 Kilometer.
Von Nord nach Süd, zwischen dem 8. und dem 37. Grad nördlicher Breite, beträgt die Ausdehnung rund 3.200 Kilometer. Indien grenzt an sechs Staaten: Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Myanmar  und Bangladesch. Insgesamt beträgt die Grenzlänge 14.103 Kilometer. Die Küste des Landes ist rund 7.000 Kilometer lang.
Die natürliche Grenze im Norden und Nordosten bildet der Himalaya, das höchste Gebirge der Welt.
Die älteste bekannte Zivilisation auf dem indischen Subkontinent, und eine der ältesten Hochkulturen der Welt, ist die Indus-Kultur. Ihre Geschichte reicht mindestens 5000 Jahre zurück.
In Indien spielten Einflüsse von außen immer eine große politische Rolle: Arabische und zentralasiatische Invasionen begannen im 8. und 12. Jahrhundert; europäische Händler ab dem 15. Jahrhundert sowie Einflüsse der Mogulen und Perser; im 19. Jahrhundert durch die politische Kontrolle Großbritanniens. 

Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru führten 1947 zur Unabhängigkeit und in die Aufteilung auf Indien und Pakistan.
1971 folgte dann die Abspaltung Ostpakistans und die Gründung des neuen Staates Bangladesch.
 
Heute gibt es weiterhin  Streit mit Pakistan um die Region Kaschmir. Starke Überbevölkerung und zunehmende Umweltverschmutzung, sowie Armut und ethnische und religiöse Konflikte zwischen Hindus und Moslems tragen ebenfalls zu Problemen bei.
Außer der Bergregionen herrscht in Nord- und Zentralindien vornehmlich subtropisches Kontinentalklima vor. Im Süden und an den Küsten gibt es ein maritim geprägtes tropisches Klima. Der Norden hat das ganze Jahr über erhebliche Temperaturschwankungen. Während in den nördlichen Tiefebenen im Dezember und Januar nur 10 bis 15 °C herrschen, sind in der heißesten Zeit zwischen April und Juni Höchsttemperaturen von 40 bis über 50 °C möglich. Im Süden ist es dagegen ganzjährig heiß, aber konstanter.
Indien hat umfangreiche Umweltschutzgesetze, die aber in vielen Fällen nur mangelhaft umgesetzt wird. Knapp 5 % der Landesfläche sind fast 600 Naturschutzgebiete, darunter 92 Nationalparks.
Zu den größten Umweltproblemen des Landes gehört die Wasserknappheit und die Luftverschmutzung insbesondere in den indischen Städten. Die unzureichenden technischen Anlagen in Fabriken führen immer wieder zu Beeinträchtigungen.
MEZ + 4 1/2 Stunden




Indien : Delhi : Radjastan, Teil 1 : Radjastan, Teil 2 : Ranthambore NP : Agra : Khajuraho : Varanasi : Geschichten aus Indien :
... zurück nach Asien