Von Pamukkale zieht es uns weiter Richtung Antalya. Wir nehmen aber nicht wieder die Straße an der Küste entlang, sondern suchen uns einen Weg durch das Taurus Gebirge; durch das Toros Daglari, wie es hier genannt wird. Abgeleitet wird der türkische Name von Dagi = Berg.
Mehr als 1000 Kilometer zieht sich der Taurus durch den Süden der Türkei, wobei der größte Teil direkt am Mittelmeer liegt. Die schroffe Felsenküste sind die Ausläufer des Gebirges. Gipfel und Bergkämme erreichen Höhen von 3000 bis 3500 Meter. Wir allerdings durchfahren den südlichen Teil, der doch um einiges niedriger ist.
Uns beeindruckt diese Felsenlandschaft sehr, aus der die Flüsse Euphrat, Tigris und Göksu entspringen. Viele Höhlen sind Ziele naturverbundener Bergwanderer.
Typisch für die Gebirgsketten in Anatolien sind die fast parallel verlaufenden Bergketten, die immer dann entstehen, wenn zwei große tektonische Platten sich aufeinander zu bewegen und die Erdkruste dem dabei entstehenden enormen Druck nachgibt, bricht und sich Millimeter um Millimeter auffaltet. Man spricht auch von einem Faltengebirge.
Also: machen wir eine Fahrt durch das Taurus Gebirge ...

Granit (vom lat. Granum = „Korn) ist ein grobkristallines Tiefengestein (Plutonite), das an vielen Stellen im Taurus so eindrucksvoll an die Erdoberfläche gelangt.

Um uns herum erheben sich bizarre Gipfel (o.li.) über grünen Bäumen in den blauen Himmel. Der Granit (o.re.) enthält viel Quarz und Feldspaten; allerdings auch geringe Teile dunkle Minerale.

Fast alleine fahren wir über gut ausgebaute Straßen (o.li.) durch die Berge; blicken auf schneebedeckte Gipfel. Doch auch wir müssen natürlich auch mal tanken; diese Lampe an einer der Tankstellen (o.re.) ist allerdings ein wenig reparaturbedürftig.

Vorbei geht's an kleinen Dörfern,
so wie diesem. Wir sind in
angekommen, was so viel wie Pappel heißt. Überall wachsen diese
schlanken Bäume, die nach sieben Jahren gefällt und zu Zäunen und
Obstkisten verarbeitet werden. Viele Dorfbewohner, die in die Städte
gezogen sind, haben auf ihren Grundstücken pflegeleichte Pappeln (o.)
gepflanzt.

Wildwachsende Olivenbäume und Steineichen (o.) prägen die Landschaft wie hier in einem trockenen Flussbett. Deutlich sind die Uferböschungen zu sehen und die verschiedenen Farben vom Felsengestein.

Klein und mit wenigen Mitteln erbaute Häuschen stehen oft vereinzelt zwischen den Feldern oder am Straßenrand.

Wir haben Zeit und ein heißer Tee kann nicht schaden. Der Duft von frischen Crepes stieg uns in die Nase. Klar, wir probieren sie. Guten Appetit bei den Crepes, gefüllt mit einer Mischung aus Kartoffeln, Frischkäse und jeder Menge Kräutern.
