Unsere Reise beginnt mit dem Flug Hannover – Antalya. Auch der Rückflug bringt uns von Antalya aus wieder nach Hause. Vom Stadthotel aus haben wir uns dann auf den Weg zum Basar gemacht mit der festen Absicht, den Gewürzschrank in der heimischen Küche wieder ein wenig aufzufüllen. Vedat hat uns dann allerdings den Tipp gegeben, doch auch einmal im Gewürzladen vor dem Basar reinzuschauen. R.Selçuk Demirhan freut sich immer über Kunden, die ihn in seinem Geschäft besuchen. Er erzählt gerne etwas über die vielen Anwendungsmöglichkeiten seiner Gewürze. Doch davon mehr etwas weiter unten in meinem Reisebericht über Antalya.
Erst einmal stürzen wir uns in das Basargewühl. Ich wäre gerne
einfach nur so an den Ständen vorbeigebummelt, hätte geschaut und das eine
und/oder andere Foto gemacht. Aber ständig wurden wir zum Eintreten
animiert und zum Anschauen, Probieren und Kaufen. Das ist ein wenig
schade; zumindest für mich.
Trotzdem haben wir an einigen Ständen nett geklönt und auch einen
„Erkältungstee“ für mich gekauft, da ich mich vor einigen Tagen in
Laodicea bei einem plötzlich einsetzenden Regenschauer fürchterlich
erkältet habe. Ob dieses "Sultan Getraenk" nun wirklich hilft (oder
geholfen hat), kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Aber es ist
"gesund" und schmeckt nach Eukalyptus. Der Händler hat ein Geschäft
gemacht.

Was ist das? Wo sind wir hier?
Wieder zu Hause, habe ich einen Blick auf die Website des Unternehmens geworfen und folgendes ALDI-Prinzip gelesen; ich zitiere:
„Wir versprechen, dass wir, zu Ihrem Nutzen, immer und überall unser ALDI-Prinzip konsequent einhalten. Davon können Sie sich selbst überzeugen. Jeden Tag.“
Ob dies die Herren von ALDI auch hier sagen werden (können) ???

Ob Kartoffeln, Nudeln oder Fisch - für alles gibt es ein Gewürz (o.).
So, nun sind wir also im Gewürzladen
angekommen. Die Kräuter und Gewürze sind übersichtlich präsentiert und
ich bleibe vor dem Behälter mit getrockneten Vogelbeeren stehen, denn
ich hatte noch nie vorher welche gesehen. Der Ladenbesitzer hat mir
gleich erzählt, was man alles damit machen kann. U.a. verwendet man
getrocknete Vogelbeeren im Sultanreis.
Und weil ich R. Selçuk Demirhan mein Rezept
für Kardamom-Muffins (davon gleich mehr)
versprochen habe, hat er mir auch das Rezept für den Sultanreis gegeben:
Sultanreis
2 kleine Zwiebeln fein hacken und in Olivenöl andünsten; Pinienkerne anrösten.
Danach werden 2 EL getrocknete Vogelbeeren und 500 gr Reis hinzugegeben und 1 min. mitgegart bis der Reis glasig ist.
Wenn möglich, einige Safranfäden hinzufügen.
Würzen mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver und 750 ml Wasser auffüllen; bei hoher Temperatur garen.
Wenn das Wasser verkocht ist, Herd ausschalten und den Reis noch 30
min. vor sich hin ziehen lassen, bis auch das endgültige Wasser
verkocht ist.
Wissenswertes über Vogelbeeren - dazu einfach dem Link folgen.

Wir sind noch immer im Safran Bazzar !!!

Kardamom-Muffins & „dufte“ Gewürzbilder
Schreibt man nun Kardamom oder Cardamom? Alles ist richtig; aber wie
sieht das Gewürz nun aus? Diese Frage habe ich schon einmal in einem
meiner Beiträge auf
gestellt. Dazu einfach nur auf den nachfolgenden Hinweis klicken.
Hier ist (m)ein leckeres Rezept für Kardamom-Muffins:
150 g Schokolade (Zartbitter), 1200 g Butter, 200 ml Milch, 2 Eier, 100
g saure Sahne, 100 g Zucker, 300 g Mehl, 4 TL Backpulver, 3 EL Kakao, 2
TL Instantkaffee.
Entweder 2 TL gemahlenen Kardamom,
oder besser ist 5-6 Kardamomkapseln
im Mörser zerkleinern. Ich mache mir die Arbeit im Mörser, denn Kardamom –
frisch zerkleinert – hat ein tolles Aroma.
Zubereitung:
Schokolade raspeln und hälftig teilen. Eine Hälfte mit der Butter langsam
schmelzen lassen (bei milder Hitze).
Dann Milch, Eier, saure Sahne und Zucker verquirlen.
Mehl, Backpulver, Kakao, Kaffeepulver und Kardamom mischen. Eiermilch,
Schokobutter und die restliche Schokolade in die Mehlmischung geben und
so lange rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 180 °C (Umluft 160 °C) auf
der untersten Schiene 35 min. backen. Leicht auskühlen lassen und mit
Puderzucker bestreuen.
So, nun mache ich mir einen türkischen Mokka ...
… hole tief Luft und setzte mich entspannt in die kuschelige Sofaecke, denn ich habe jetzt unsere Reise in die antike christliche Vergangenheit der Türkei hier auf unserer Website in Bildern und Berichten Revue passieren lassen. Der/die eine findet es – so hoffe ich – interessant; der/die andere sicher nicht. Aber es gibt ja diesen berühmten Knopf zum Wegdrücken …. grins*
Auf der anderen Seite habe ich mich gefreut (und freue mich noch
immer) über die vielen netten Kommentare zu diesem Bericht über unsere
Türkeireise und zu den Bildern.
Nun wünsche ich allen Leser/innen schönes Fernweh & einen leckeren türkischen Mokka:
Pro kleiner Mokkatasse benötigt man 3 TL fein gemahlenen starken
Kaffee. Diesen dann in ein Kupferkännchen (ein cezve, ein typisches
Kaffee-Kochgefäß) geben. Eine Mokkatasse kaltes Wasser hinzugeben und
einmal kräftig aufkochen. Der sich bildende Schaum kann schon mal
abgeschöpft und in die Mokkatasse gegeben werden.
Nun den Kochvorgang noch zweimal wiederholen. So können sich die ganzen Geschmackskomponenten des Kaffees lösen.
Nach dem Kochen den Kaffee mit dem Satz in die Mokkatasse geben (der
Satz gehört einfach dazu). Eine Prise Kardamom verfeinert den Geschmack
um einiges.
Wer es lieber süßer Mokka mag, kann schon direkt vor dem ersten Kochen Zucker hinzugeben.
Serviert wird der türkische Mokka mit einem Glas Wasser.
Und – hoffentlich oute ich mich jetzt
nicht – ein Glas Raki schmeckt besonders gut. Zuerst einen Schluck Raki
(im Mund lassen). Dazu einen Schluck Mokka. Der Anisgeschmack verbindet
sich unwahrscheinlich lecker mit dem heißen Kaffee.