Oft machen wir einen Ausflug - sei es am Tag oder am Abend - nach Montecatini Alto. Sicher, man kann das kleine Bergdorf auch mit dem PKW oder Bus erreichen, aber das ist ja ganz unspektakulär! Warum nicht die Funicolare nehmen?
Die Funicolare
Seit 1898 gibt es diese Zahnradbahn,
die den Ort und die Burg am Hang mit den Thermen verbindet. Alessandro Ferretti begann 1896 mit der
Planung dieser Bahn, nachdem er die Genehmigung dazu von der Stadt
bekam. Nun fehlte nur noch das Kapital, wozu ihm zwei Geldgeber aus
Genua halfen: Carlo Barbano und Giacomo Giovannetti. Weitere vier
Monate gingen ins Land, um die Pläne endgültig fertigzustellen. Am
01.03.1897 gab es dann den ersten Spatenstich; die Arbeiten begannen.
Einweihung war am 04.06.1898. Viele berühmte Kurgäste nahmen an der Feier teil, auch Guiseppe Verdi.
Bis 1921 sorgte ein Dampfkessel in Montecatini Alto für den Antrieb; dann brach auch für die kleinen roten Waggons das Elektrizitätszeitalter an.
Während des Krieges wurde es ruhig am Berg; Minen haben den Schienenstrang unbrauchbar gemacht. Nach dem Krieg notdürftig instandgesetzt, kam es bald wieder zur Schließung der Bahn.
Doch seit einer großen Restaurierung fahren die beiden „Roten“ seit dem 03.08.1982 wieder regelmäßig bergauf, bergab, bergauf, bergab …

Der Waggon hat ein Innenteil mit Holzbänken und zwei offene Außenbalkons & das Rad ist nur für den Fahrer !!!

Nördlich des Kurparks und auch nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt steht
die Talstation.
Das kleine Bergdorf steht ganz und gar unter Denkmalschutz und ist nicht nur wegen des grandiosen Ausblicks und der Piazza Guiseppe Giusti unser Ziel, sondern auch wegen einer anderen Attraktion: der Fettunta (sonst Bruschetta genannt); geröstetes Weißbrot mit viel Knoblauch, Salz und Olivenöl beträufelt. Dazu ein Glas Wein. Nur gut, dass wir beide (mein mir angetrauter Ehemann und ich) diesem kulinarischen Genuss gefrönt haben …


Das Restaurante La Torre hat es uns angetan: Abends mit der Funicolare rauf; ein tolles
toskanischen Essen (dauert lange und ist reichhaltig); dann mit der
„Roten“ wieder zurück nach Montecatini Terme. Ein Erlebnis nicht nur
für Gaumen, sondern auch für den Blick durch die Kamera.
Pappa col Pomodoro (u.li.)
Tomateneintopf mit aufgeweichtem Brot, Knoblauch, Basilikum und Pepperoni --> sehr scharf !!!
Fettunta con Funghi Porcini (u.re.)
Knoblauchbrot mit Steinpilzen ---> sehr lecker !!!


... & allmählich wird es Zeit; wir nehmen die Funiculare bergab.
Es war mal wieder ein schöner Abend !!!