Die sieben Inseln der Kanaren sind so verschieden wie Tag und Nacht. Das nicht nur von ihrer Größe her, sondern vor allen Dingen seitens der Natur. Was liegt da näher als zwei der Inseln zu unserem Urlaubsziel zu machen:
Lanzarote, die Insel aus Feuer, Wasser, Luft und Erde
La Palma, die Schöne = Isla Bonita
Wir wollen wandern, die Natur genießen und die Kultur erleben. Und wir wollen - wenn es erlaubt ist - in so manchen Inseltopf schauen.
Die Reiseplanung ist ziemlich einfach und bequem über das Internet zu machen. Mit ein wenig suchen und lesen (auch zwischen den Zeilen) haben wir so manchen Euro gespart. Schnell sind Flüge gebucht, Häuser und Autos gemietet. Und es ist eine tolle individuelle Reise entstanden. Anmerkung: Die Reiseplanung ist direkt auf den Inselseiten zu finden.
Interessante Links zu den beiden Inseln & informative Reisebücher haben wir auf den Inselseiten aufgeschrieben.
Unser Urlaub beginnt in Lanzarote und endet in La Palma.
Hier geht es zur Landkarte der Kanaren
Resümee
Nach vier Wochen Kanaren stellt sich natürlich die Frage: "Wo war es schöner? Auf Lanzarote? Auf La Palma?"
Sicher eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Trotzdem - & das ist ganz persönlich gemeint - will ich diese Frage für mich beantworten. Es ist Lanzarote!
Warum nun gerade diese der beiden Inseln? Weil die Lanzaroteños mit ihrer Insel leben und die Palmeros auf ihrer Insel leben ...
Lanzarote hat seinen
ganz eigenen Charme: Schwarz, stachelig und geprägt durch einen Namen =
César Manrique. Er hat es verstanden, diese Insel mit seinen Werken zu
verschönern, ohne sie mit Kunst zu überhäufen. Egal, ob es die Juguete
del Viento (Windspiele) sind, der Garten voller Kakteen oder seine ganz
persönlichen Wohnbereiche, alles ist in die Insel integriert.
Wie
entlang einem roten Band kann man Lanzarote entdecken. Die offene
karge, aber schöne Landschaft aus schwarzem Lava beschränkt sich auf
das Wesentliche. Dazu die klaren Formen der Häuser - und nicht zuletzt
die stachligen Kakteen - machen für mich den Reiz aus. Selbst die
Straßen scheinen sich nur schnurgerade durch die Landschaft zu ziehen,
als ob sie es nicht "wagen", kurvenförmig die Orte zu verbinden.
Und dann sind da die Menschen, die seit Generationen hier leben und
arbeiten. Und die Menschen, die aus anderen Teilen der Welt hier eine
neue Heimat gefunden haben. Auch sie sind integriert in eine
Inseleinheit. Obwohl Lanzarote vom Tourismus lebt, hat der Tourismus -
noch nicht und hoffentlich wird er es auch nicht - endgültig Besitz
ergriffen. Es gibt überall auf der Insel Orte, in denen man - fernab
allen Errungenschaften der Reiseindustrie - Ruhe finden und Relaxen
kann.
La Palma ist anders:
Grüner! Spanischer! Lebhafter! Sicher auch ein Grund, warum seit Jahren
Menschen aus aller Herren Länder hierher auf die immer warme und
blühende Insel kommen, um hier zu leben. Alles ist irgendwie lockerer.
Selbst die Straßen ziehen sich "beschwingt" durch die Insel. Grüne
Wälder sind der Gegenpol zu den Badeorten und Städten wie Santa Cruz
und Los Llanos. Irgendwie erinnern die Marktplätze mehr eine Plaza auf
dem spanischen Festland.
Und - dieser Ausspruch sei mir gestattet -
scheint jeder Ort auf La Palma, der etwas auf sich hält, einen
deutschen Naturkostladen zu haben. Na ja, Spaß beiseite, aber es gibt
nun mal Orte auf La Palma, die gut 10 % deutsche Bevölkerung haben.
Anmerkung: Dann kann ich zu Hause in Deutschland bleiben.
La Palma
allerdings hat aber unterschiedliche Landschaften zu bieten. So ist der
Norden und die Caldera bergig, und - sofern keine Waldbrände gewütet
haben - auch grün. Der Süden ist stark geprägt durch Vulkanismus. Für
mich persönlich der landschaftlich interessantere Teil der Insel.
Sicher, jeder Vergleich hingt und dieser Vergleich erhebt auch nicht den Anspruch auf Anerkennung aller LeserInnen unserer Website. Aber es ist der Vergleich meiner persönlichen Vorliebe für eine der vielen Kanareninseln, von denen ich bekanntlich nur zwei kenne.