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Deutschland - Historische Altstadt Dresden

Hofkirche, Fürstenzug & Semperoper

Von der Frauenkirche bummeln wir weiter Richtung  Brühlscher Terrasse und herunter zur Elbe. Die Terrasse zieht sich 500 m entlang des Flusses zwischen Augustusbrücke und Carolabrücke.

 Wenig später stehen wir auf dem Schlossplatz, einer der historischen Plätze der Stadt, und blicken hinüber auf die Hofkirche.

dresdendresdenEs war 1739, als Kurfürst Friedrich August II. die  Katholische Hofkirche (li. und re. der Kirchturm) im Stil des Barocks erbauen ließ, die nunmehr seit 1980 den Namen Kathedrale Sanctissimae Trinitatis (Kathedrale der heiligsten Dreifaltigkeit) trägt und zum Bistum Dresden-Meißen gehört.

Sie hatte früher einen direkten Übergang zum  Residenzschloss.

Bereits im Jahre 1900 wurde die Kirche an ein unterirdisches Fernwärmenetz angeschlossen, das auch die nebenstehenden Brühlscher Terrasse heizte.

Im Krieg wurde die Hofkirche mehrmals beschlossen und stark zerstört. 1965 war der Wiederaufbau dann beendet.

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Links: Schlossturm und Georgentor

Rechts: Teile vom Georgentor mit Blick auf die Hofkirche

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Mitten auf dem Schlossplatz steht das  Friedrich-August-Denkmal (re.). 2008 wurde die frühere Statue durch eine neue sitzende ersetzt. Rund um den Sockel kann man die von Richard Wagner komponierte Weihe-Hymne lesen.



Vom Schlossplatz abgehend kommen wir dann zur  Augustusstraße, die ihre Berühmtheit durch den Fürstenzug erlangte.

Es sind rund 23.000 Meißener Porzellanfliesen in der Größe von 20 x 20 cm, die auf 102 m Länge das größte Porzellanbild der Welt bilden. Es stellt die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1904 in Sachsen herrschenden 35 Grafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige darstellt.

1865 wurde auf der Außenfassade des Stallhofs eine Zeichnung in Kalkfarbenmalerei angebracht, nachdem die Wand stark verwittert war. Aber auch dieses Werk behielt nicht lange seine Schönheit.

So ersetzte man zwischen 1904 und 1907 diese Malerei durch fugenlos aneinander gesetzte Porzellanfliesen aus Meißen. Diese Kacheln scharf gebrannt und ein Überzug schützt vor Verwitterung.

Die vier Bilder zeigen in der Reihenfolge die rechte Seite des Fürstenzuges, der mit dem Jahr 1904 endet.

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Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg überstand die Wand einigermaßen unbeschadet. Zwischen 1978 und 1980 wurde sie dann gereinigt und restauriert. Nur einige Hundert Kacheln mussten erneuert werden.

94 Personen sind auf dem Fürstenzug abgebildet. Er beginnt im 12. Jahrhundert mit Markgraf Konrad der Große (links) und endet im 20. Jahrhundert mit König Georg (rechts).

59 Personen (vom Bauern über Soldaten bis Künstler und Wissenschaftler) sind ebenso abgebildet wie Pferde, Windhunde, und Personen aus der Kreuzschule und der Leipziger Universität.


dresden Nun ist es zur Semperoper nicht mehr weit. Wir sind allerdings nicht hineingegangen, weil wir ja bekanntlich von unserem Dackel Caesar auf der Reise nach Dresden begleitet wurden.

Es begann 1719 mit dem Opernhaus am Zwinger, das bis 1763 genutzt wurde.

dresden Zwischen 1838 und 1841 errichtete dann der Baumeister Gottfried Semper das Königliche Hoftheater, das mit Carl Maria von Webers Jubelouvertüre und Johann Wolfgang von Goethes Torquato Tasso eröffnet wurde.

Die im Frührenaissancestil erbaute Oper wurde zum schönsten Theater Europas.

Das dauerte aber nur, bis 1869 ein Brand die Oper zerstörte.

Besonders beeindruckend ist die „Pantherquadriga“ (o.re.) auf der Kuppel der Semperoper. Es gibt in Deutschland nur vier Quadrigen. Eine steht noch in München auf dem Siegestor; eine zweite in Berlin auf dem Brandenburger Tor und eine weitere in Braunschweig auf den Schlossarkaden, in denen die alte Fassade des Braunschweiger Schlosses eingebaut wurde.

dresden Gottfried Semper wirkte zur damaligen Zeit im Ausland, da er wegen der Beteiligung an den Maiaufständen Sachsen verlassen musste. Auf Drängen der Dresdner allerdings entwarf er den zweiten Bau der Oper; sein ältester Sohn Manfred erbaute diesen dann zwischen 1871 und 1878.

Dieser Bau wurde dann aber im Krieg 1945 beim Luftangriff zerstört.

Der dritte Bau wurde dann geplant und die Grundsteinlegung erfolgte 1977; er wurde den Plänen Sempers nachempfunden.

Moderne Bauerweiterungen sind die Probebühne und Funktionsräume.

Wiedereröffnung war am 13.02.1985 mit der Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz.

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Allmählich geht unser Bummel durch die historische Altstadt zu Ende. Doch zum Schluss möchte ich noch eine Frage stellen. Aber dafür gibt es ja das nebenstehende Bild ...

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