Es soll ein sehr schöner Ausflug nach Quedlinburg werden (Er war es
auch!). Der Weihnachtsmarkt in dem seit 1994 auf der
Liste Welterbe der UNESCO
stehenden Harzstädtchen Quedlinburg
steht auf dem Programm der LandFrauen aus Uetze. Fast 1300 z.T.
restaurierte Fachwerkhäuser laden zum Bummeln ein. Und wenn dann - wie
bei unserer Reise - auch noch Schnee liegt, ist das ein wunderschönes
Wintervergnügen.
Quedlinburg, einer Stadt in
Sachsen-Anhalt, wurden bereits 994 die Stadtrechte verliehen. Tausend
Jahre hat sich die Stadt zu einem der größten Flächendenkmäler
Deutschland gemausert. Hunderte von alten Fachwerkhäusern sind
liebevoll restauriert und wenn nicht ein Auto vorbeifährt, so fühlt man
sich auf den Kopfstein gepflasterten Straßen Jahrhunderte
zurückversetzt.
Der historische Stadtkern umfasst rund 80 ha.
Also machen wir uns mittags mit dem Bus auf den 126 km langen Weg, den wir in gut 1 1/2 Stunden sicher - dank unseres Busfahrers Ralf (oder schreibt er sich mit ph?) geschafft haben.
Sofort bilden sich kleine "LandFrauen-Grüppchen", die alle für sich Quedlinburg, den
weihnachtlichen Markt, die gemütlichen Cafes und die zahlreichen
interessanten Geschäfte besuchen.
Und wie unschwer zu erkennen ist, ist mit dem Weihnachtsmann auch
der Schnee gekommen; sitzen im Biergarten ist da nicht angesagt.
Was ich mit der Kamera sonst noch eingefangen habe, ist in der kleinen Bildergeschichte zu sehen.

Fangen wir also unseren Bummel durch die Stadt am Marktplatz
an und schauen erst einmal auf das geschmückte Renaissance-Rathaus.
So, dann wollen wir erst einmal einen "Holländer"
trinken hier im Cafe. Die Kaffeekannen stehen
schon bereit und was wir da trinken, erkläre ich weite unten.


Von diesen Holzteilchen "duften" nun auch einige bei mir zu Hause.
Apropos: Holz.
Altes Holz kann Geschichten erzählen, sicher auch hier im Museum.

Es geht um die Wurst und wieder um etwas "Duftendes", nämlich um Kaffee ...
Vielleicht gibt es hier in den kleinen Laden noch die letzten Geschenke zu Weihnachten?
Nach all dem Trubel nun etwas Ruhe: das Schloss zu Quedlinburg im Schnee.
Der Sachsenherzog Heinrich war von 919 bis 936 der erste deutsche König,
und Quedlinburg wurde zu seiner Lieblingspfalz. Das kleine gelbe Haus
in der Mitte ist das Vogeleihaus (li.).
.
"Herr Heinrich sitzt am Vogelherd ....." steht auf dem Schild (u.).


Wer hat nur die Tassen eingesperrt ???
Auch bei der Apotheke ist es ein Vogel, der - wie auch bei den Kaffeetassen -
durch Quedlinburg fliegt.

Eine
Bank, die auch mir sympatisch ist. Sie steht genau vor diesen Cafè. Ich
hoffe, dass es auch im Sommer leckeren Käsekuchen gibt ...
Langsam geht unser Weihnachtsbummel durch Quedlinburg zu Ende. Wir
trinken noch einen: Holländer (Kaffee mit Eierlikör und Sahne), ein
Pharisäer und ein Kakao.
Auch der Weihnachtsmann hat für heute genug getan und fliegt heimwärts ...

Sicher werde ich Quedlinburg wieder besuchen, dann aber im Sommer. Denn ich möchte nicht noch einmal eine solch chaotische Rückreise erleben, wie nach diesem Besuch:
Nein, nein, wir nehmen nicht das Fahrrad ...
Unser Bus fährt gegen 18:00 Uhr pünktlich wieder ab; zur Tagesschau
wären wir dann alle zu Hause gewesen. Aber das Wetter macht uns - im
Winter 2010 - einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Plötzlich -
und aus heiterem Himmel - stoppt, nachdem wir gerade auf der Autobahn
sind, der zweispurige Autokorso. In der rechten Spur steht LKW hinter
LKW. In der zweiten Spur alle anderen.
Es ist bereits stockdunkel und in der Ferne sehen wir weiter nichts als Blink- und Rücklichter. Also ist Warten angesagt. Wir richten uns "häuslich" ein; vielleicht müssen wir ja hier auf der Autobahn übernachten?
Die Zeit des Wartens kann endlos lang werden. Vor allen Dingen dann,
wenn man nur Streuwagen und Schneeschieber auf der Gegenfahrbahn sieht
und sich bei einem selbst nichts tut.
Ach ja: im Zeitalter des Handys rufen wir dann (fast) alle zu Hause die lieben Daheimgebliebenen an und berichten ständig über den Stand der Dinge ...
Eeeeeeeeendlich !!!
Nach 4 Stunden geht es weiter. Unser Busfahrer sucht sich die Idealspur
durch die Schneeberge, die auf 3 km zu der Verwehung geführt hatten.
Die restliche Rückfahrt verläuft dann "unspektakulär".
In Uetze angekommen, muss ich dann nur noch mein Auto unter den "parkenden" Schneehaufen finden; frei fegen & nach Hause fahren. Ein heißer Tee, ein Ehemann & Dackel Caesar erwarten mich ...