Das Museumsdorf Hösseringen in Suderburg
ist immer eine Reise wert. Egal, ob man Freunden die niedersächsische
Heimat näher bringen oder mit Kindern und Enkelkindern einen netten Tag
verleben will. Hier ist für jeden etwas zu sehen.
Wir fahren gerne in die Lüneburger Heide, denn wo kann man schon
einen Hund mit ins Museum nehmen? Na ja, unser Caesar (seines Zeichens
Hausdackel) braucht auch seinen Auslauf.

Gleich am zu Beginn des Dorfrundgangs
kommen wir an diesem alten Lanz von 1913 vorbei. Ab uns zu wird er auch
nochmal angelassen ...
Hier im Fürstentum Lüneburg wurde das Freilichtmuseum 1975 gegründet und heute zeigt das Museumsdorf auf einer Fläche von 10 ha die Landwirtschaft vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Gebäude aus dieser Zeit sind detailgenau aufgebaut und wieder eingerichtet.
Mittlerweile wurden schon 26 typische Bauten der Lüneburger Heide hierher umgesetzt. Da ist ein großes Hallenhaus; eine Wagenremise; ein Feuerwehrhaus bis hin zum freistehenden Plumpsklo. Die Gebäude bilden ein typisches Heidedorf; es gibt aber auch eine Einzelhofstelle. In den eingerichteten Gebäuden wird das ländliche Wohnen und Arbeiten der Zeit von 1600 bis 1950 der Heideregion dargestellt.
Ausstellungen vervollständigen das Programm. Ausstellungen über Imkerei, Schafhaltung,
Spinnen, Weben und Landtechnik.
Eine Sägerei und Stellmacherei vermitteln ebenso Einblicke in ländliche Arbeitsbereiche
wie eine Schmiede.
Und wie schön ein Bauerngarten aus der Zeit um 1900 herum aussehen kann, ist zu jeder
Jahreszeit anders zu bewundern.
Kartoffeln und Rüben werden angebaut. Daneben werden kleinere Ackerflächen mit alten Kulturpflanzen wie Buchweizen, Flachs, Roggen, Topinambur (Süßkartoffel) bestellt.
Geflügel scharrt herum; Schafe weiden am Dorfteich. Die angrenzende Heide mit
einem Außenschafstall spiegelt das
Landschaftsbild wider, wie es seit dem Mittelalter für die Lüneburger
Heide charakteristisch ist.
Und natürlich darf eine Natur belassene Heidelandschaft nicht
fehlen. Ein Mischwald zeigt die natürliche Vegetation vor der
Entstehung der großen Heideflächen.
Wir haben einen langen Spaziergang über die Heide gemacht und sind dann zurück durch das Museumsdorf
gebummelt. Dabei haben wir noch in dem Schmiedewohnhaus aus Heese (LK Celle) aus dem Jahre 1780
vorbeigeschaut. Bis 1850 wurde in der Schmiede gearbeitet und gewohnt (u.).
Geöffnet hat das Museumsdorf vom 13. März
bis 31. Oktober, 10:30 bis
17:30 Uhr, montags ist - bis auf die Feiertage - geschlossen.
Eine große Ausstellungshalle (re.)
zeigt ständig wechselnde Ausstellungen und
die Bibliothek umfasst mehr als 20.000 Bücher zum Thema Landwirtschaft
und -technik, sowie Historie, Hauswirtschaft und Handwerk.
Ach ja: Und ein gemütliches Restaurant außerhalb des Dorfes lädt zum deftigen Essen ein.